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Sinteranlage Duisburg

Fotografien der in 1983 endgültig stillgelegten und marode Sinteranlage in Duisburg Meiderich. Die Sinteranlage ist durch ihre zentrale Lage in direkter Nachbarschaft zu einem Wohngebiet ein beliebter Lost Place. Aufgrund eines tragischen Unfalls wurden die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verschärft.

Ursprünglich als Schlackeplatz genutzt, wurde 1955 mit dem Bau der Sinteranlage auf dem Gelände begonnen. Hierfür war es erforderlich erst die aufgeschüttete Schlacke wieder ab zutragen. Nach nur zwei Jahren Bauzeit (Sommer 1957) wurde die Anlage von der damaligen Phoenix-Rheinrohr AG Vereinigte Hütten- und Röhrenwerke für das Hochofenwerk in Duisburg-Ruhrort in Betrieb genommen und nach weiterem zwei Jahren noch einmal erweitert.

In der Sinteranlage wurde das angelieferte Feinerz, das wegen seiner geringen Größe für den Hochofen nicht geeignet war, mit Gichtstaub und Koks vermengt und mit Gas gezündet, so dass unter der großen Hitze die einzelnen Stoffe "zusammenbackten" und größere Stücke entstanden, die dann im Hochofen eingesetzt werden konnten.

Im Sommer 1983 wurde die Produktion, maßgeblich durch die Stahlkrise und die damit verbundenen Rationalisierungsmaßnahmen des Thyssen-Konzern, eingestellt und an einen anderen Standort mit besserer Infrastruktur verlagert, bis dahin waren ca. 100 Mitarbeiter in 3 Schichten beschäftigt.

Heute ist die Sinteranlage ein beliebter Lost Place und beliebtes Foto-Objekt.